Die Studebaker-Packard Corporation entstand 1954 nach dem Kauf und der Fusion mit der Packard Motor Company. Studebaker war zwar ein größerer Automobilhersteller aber Packard hatte mehr finanzielle Mittel und die qualifiziertesten Mitarbeiter.
Studebaker hatte ein großes Händlernetz, wodurch die Packards profitieren wollten. Andererseits wollte Studebaker von der finanzielle Lage der Packards profitieren. Packards Geschäftsleitung entdeckte aber schon bald, dass die Studebaker Geschäftsleitung nicht alle finanziellen Zahlen offengelegt hatte. Die Anzahl der geplanten Automobile wurden nicht verkauft und so büßte Studebaker rund 30% seines vorhandenen Händlernetzes ein.
Die Studebaker-Packard Corporation stand vor einem finanziellen Eklat. So fusionierte die Studebaker-Packard Corporation mit der Curtiss-Wright-Corporation. Dadurch ging alles ganz schnell und alles änderte sich. Alle militärischen Produktionen wurden von Curtis-Wright übernommen. Der Automobil Verkauf in Detroit wurde eingestellt und alles wurde nach South Bend verlegt. Dort befand sich das Werk der Studebaker. So entschloss man sich Automobile herzustellen, welche eine große Menge an Chromleisten hatten. Satiriker nannten die Modelle „ Packardbaker“. 1958 wurde der letzte Packard produziert.
Lichtblick der Firma war eine arrangierte Vereinbarung zur Vertretung der Daimler-Benz-Fahrzeuge. Diese Vereinbarung war immens wichtig, vor allem die verärgerten Händler sollten so besänftigt werden. Man konnte sich nur schlecht vom Packard Automobil trennen und so versuchte man eine Facel-Vega Limousine mit einem Chrysler V8-Motor als Packard zu verkaufen. Dazu kam es aber nicht, denn Daimler-Benz sah sich mit der Konkurrenz bedroht und zwang die die Studebaker-Packard Corporation zur Aufgabe dieser Pläne. 1960 orientierte sich die Studebaker-Packard Corporation deswegen in anderen Bereichen der Industrie und kaufte unter anderem Unternehmen für Generatoren, Kunststofffertigung und Kunststoffentwicklung, Gabelstaplerfirmen, und Unternehmen für Hochleistungsmäher.
1961 ernannte man Sherwood Egbert zum neuen Präsidenten der Firma, welcher die Diversifizierung weiter betrieb. Im Jahre 1962, das waren vier Jahre nach der Herstellung des letzten Packard Automobiles und acht nach der Fusion mit Studebaker, gab die Studebaker-Packard Corporation den Namen Packard auf und wurde zur Studebaker Corporation.